Schweizer Alpenclub

Sektion Mythen

Club-Nachrichten

    

2/12

Sektion / News
Vorstand
Veteranen
JO-Mythen
Mitgliederwesen
Kinder-Bergsteigen
Fotoalbum / Berichte
Diverse Filme
Rettungswesen
Tourenwesen
Hütten
Bibliothek
Archiv
Inserenten / Links
Statuten

Rettungswesen

Allgemeines

Der Schweizer Alpen-Club, SAC, und die Schweizerische Rettungsflugwacht, REGA, besorgen gemeinsam den alpinen Rettungsdienst.
Die rund um die Uhr in Betrieb stehenden Alarmzentrale der REGA dient der Koordination und gewährleistet eine rasche und zweckmässige Hilfeleistung. Der Einsatz der Flugrettung bzw. der Rettungsmannschaft kann infolge schlechter Witterung oder Nacht verzögert oder gar verunmöglicht werden.


Alpine Gefahren

Objektive Gefahren:

(naturbedingte Gefahren)

  • Steinschlag
  • Eisschlag und Eislawinen
  • Wächtenabbrüche
  • Lawinen
  • Spaltenstürze
  • Wetterstürze
  • Gewitter

Achtung: Bei Nebel vervielfachen sich die Gefahren oder werden falsch eingeschätzt.


Subjektive Gefahren:

(Selbstverschulden des Menschen)

  • Sich überschätzen
  • Fehldispositionen
  • mangelnde Vorbereitung
  • mangelnde Ausbildung
  • mangelnde Ausrüstung
  • ungeeignete körperliche Verfassung
  • Gruppendynamik

Vorbeugen ist besser als Heilen:

Gute Kenntnisse und ständige Beobachten der Berge sind die besten Voraussetzungen, um Unfälle zu vermeiden.
Diese Kenntnisse muss man sich selbst aneignen, indem man:

  • Fachliteratur liest und studiert,
  • fachspezifische Kurse besucht,
  • das Gelernte in die Praxis umsetzt und ständig übt.


Tourenvorbereitung:


  • Wetterbericht (Tel. 162)
  • oder Alpenwetterbericht abbhören (Tel. 157 12 62 18)
  • Tourenplanung mit LK 1:25'000 vornehmen.
  • Zeitplan unter Beachtung der Jahreszeiten und Schlüsselstellen (Umkehr) aufstellen.
  • Tourenziel und Route den eigenen Fähigkeiten und denen der Teilnehmer anpassen.
  • Im Zweifelsfalle stets einen Bergführer engagieren.
  • Tour evtl. mit Bergführern, Hüttenwarten u. a. besprechen.
  • Beabsichtigte Tour mit Rückkehrsort und -zeit einer Kontaktperson bekanntgeben bzw. im Hüttenbuch vermerken.

Tourenbeginn:

  • Ausrüstung kontrollieren
  • Lokale Beurteilung der Verhältnisse
  • Routenwahl : den Verhältnissen und den einzelnen Teilnehmern anpassen.

Während der Tour:

  • Wetterentwicklung beobachten (Wind, Temperatur, Nebel, usw.) Teilnehmer beobachten Mögliche Gefahren und gefährliche Stellen frühzeitig erkennen und umgehen Zeitplan einhalten - evtl. Umkehr vor Schlüsselstelle.

Verhalten bei Bergunfällen:

  • Ruhe bewahren
  • Lage beurteilen Verunfallte(n) vor weiteren Unfällen schützen Eigene Sicherheit ERSTE HILFE leisten

Alarmieren

Alarmierungsmittel

  • Eigene Funkgeräte (evtl. Notfunk)
  • SAC-Hüttentelefon (evtl. nur SOS)
  • SOS-Telefone bei Kraftwerkanlagen usw. Meldung zu Fuss zum nächsten Telefon stets zu zweit, Meldung schriftlich.

Alarmstellen

  • REGA: Tel. 1414
  • Polizei: Tel. 117
  • Air-Glaciers: 027 / 322 64 64
  • Air Zermatt: 027 / 967 20 00

Inhalt einer Meldung:

  • WER: Name, Standort, Verbindungsmittel
  • WAS: Art, Umfang und Wichtigkeit des Unfalles
  • WO: Koordinaten, Höhe ü.M. und Ortsbezeichnung
  • WANN: genaue Zeit des Ereignisses
  • WIEVIELE: Verletzte - Verletzungsart
  • WETTER: Sichtweite, Wind, Niederschläge usw.
  • HINDERNISSE: Kabel, Leitungen usw.
  • EIGENE MITTEL: Funk, Rettungsmaterial usw.
  • GETROFFENE MASSNAHMEN: Was wurde bereits unternommen ?

  • ACHTUNG
    - Bei SOS-Telefonen Rückruf verlangen, Telefon nicht verlassen.
    - Sich bei schlechter Funkverbindung etwas verschieben.

Alpine Notsignale:

  • Zeichengebung für die Flugrettung:

bild Zeichengebung

  • Internationales Notrufzeichen:
    Sechsmal in der Minute ein Zeichen geben (blinken, rufen, pfeifen), eine Minute warten, Zeichen wiederholen.
    Antwort : dreimal in der Minute ein Zeichen geben, eine Minute warten, Zeichen wiederholen.

Vorbereiten - Retten

POLIZEI
Erste Hilfe (Sameriterbund)
Schnee und Lawinenforschung (SLF)

Reduktion Lawinenrisiko
Lawinen Lebensgefahr
Achtung Lawinen
Beobachtungsprotokoll
Merkblatt digitales LVS
Merkblatt LVS

Merkblatt Alpintechnik
Spaltenrettung

Merkblatt Steileisklettern
Merkblatt Orientierung

Merkblatt Grundknoten
Merkblatt Abseilen 
Merkblatt Lose Rolle

Packliste Hochtour
Packliste Skitour
Planungsformular Skitour
 

Rettungschef

Für alle Fragen oder Anregungen rund um das Thema Rettungswesen steht Dir unser Rettungschef gerne zur Verfügung:

Toni Tschümperlin
Ried / Furli
6430 Schwyz

email: kunst@tonelly.ch

Rettunsstation Schwyz

Rettungsstation
Schulhaus Herrengasse
6430 Schwyz

Tel. 041 810 13 60

Rettungsobmann:  
Andy Ulrich
Neumattweg 9
6438 Ibach
Tel. 041/811 36 71

Rettungsstation Muotathal

Rettungsstation
Schulhaus Muota
6436 Muotathl

Tel. 041 830 26 70


Rettungsobmann:
Thomas von Rickenbach
Sand 2
6436 Muotathal
Tel. 041 / 830 15 22

Links

Alpine Rettung Schweiz
Rega
DAV Bergunfallstatistik 2000/01
Lawinenunfälle in den Schweizer Alpen
Österreichische Unfallstatistiken
Tödliche Lawinenunfälle in der Schweiz 2003/2004

© Cornel Suter